© wienerberger
Die Innenstadt von Bamberg war bisher nicht gerade ein El Dorado der Photovoltaik. Das ändert sich nun mit einem wegweisenden Projekt.
Wenn Handwerk, Denkmalschutz und Zukunftstechnologie aufeinandertreffen, entstehen besondere Projekte – wie das Dach des historischen Eckhauses an der Oberen Königstraße / Luitpoldstraße 18 in Bamberg. Das Einzeldenkmal im Herzen des UNESCO-Weltkulturerbes erhielt im Frühjahr 2025 nicht nur eine vollständige Neueindeckung, sondern auch die erste genehmigte dachintegrierte Photovoltaikanlage auf einem denkmalgeschützten Gebäude der Stadt. Für Dachdeckermeister Matthias Steck und sein Team war dieses Projekt ein echtes Prestigeobjekt – technisch anspruchsvoll, logistisch herausfordernd und denkmalpflegerisch richtungsweisend. „Wir haben gemeinsam mit dem Bauherrn mit der Stadt Bamberg und dem Denkmalamt verhandelt, um diese Genehmigung zu bekommen“, erinnert sich Steck. „Am Ende hat sich der Einsatz gelohnt: Das war das erste Einzeldenkmal in der Weltkulturerbe-Zone Bamberg, auf dem eine PV-Anlage offiziell genehmigt und installiert wurde.“
Denkmalpflege und moderne Technik – kein Widerspruch
Bis vor zwei Jahren war es in Bayern nicht erlaubt, neben einem Einzeldenkmal eine PV-Anlage zu installieren. Eine gesetzliche Novelle öffnete schließlich die Tür für Lösungen, die sowohl technisch als auch ästhetisch verträglich sind. „Das Denkmalamt war von Anfang an mit im Boot“, betont Steck. „Wenn man mit den Fachleuten spricht und die historische Substanz respektiert, findet man immer einen gemeinsamen Weg.“Für den Bauherrn Karl Martin Leicht, Inhaber des traditionsreichen Geschäfts „Betten Friedrich“, war die Dachsanierung längst überfällig. „Seit den 1960er-Jahren war an diesem Dach nichts mehr gemacht worden“, so Steck. „Dass wir nun eine moderne, schwarze Dacheindeckung mit integriertem PV-System realisieren konnten, passt nicht nur optisch, sondern auch historisch – denn ursprünglich war das Dach wohl ebenfalls dunkel gedeckt.“
Bis vor zwei Jahren war es in Bayern nicht erlaubt, neben einem Einzeldenkmal eine PV-Anlage zu installieren. Eine gesetzliche Novelle öffnete schließlich die Tür für Lösungen, die sowohl technisch als auch ästhetisch verträglich sind. „Das Denkmalamt war von Anfang an mit im Boot“, betont Steck. „Wenn man mit den Fachleuten spricht und die historische Substanz respektiert, findet man immer einen gemeinsamen Weg.“Für den Bauherrn Karl Martin Leicht, Inhaber des traditionsreichen Geschäfts „Betten Friedrich“, war die Dachsanierung längst überfällig. „Seit den 1960er-Jahren war an diesem Dach nichts mehr gemacht worden“, so Steck. „Dass wir nun eine moderne, schwarze Dacheindeckung mit integriertem PV-System realisieren konnten, passt nicht nur optisch, sondern auch historisch – denn ursprünglich war das Dach wohl ebenfalls dunkel gedeckt.“
Technische Umsetzung mit wienerberger
Bei der Neueindeckung entschied man sich für das Ziegelmodell Actua 10 in Mattschwarz von wienerberger. Das Material überzeugte durch seine edle Optik, Langlebigkeit und die harmonische Integration mit dem Photovoltaiksystem X-Tile von Wienerberger. Gemeinsam mit den Fachleuten des Herstellers wurde die genaue Anordnung der PV-Elemente anhand von Flächengrafiken geplant. Die Anlage wurde auf der Süd- und Westseite des Dachs integriert und umfasst aktuell 34 kWp installierte Leistung. Der erzeugte Strom wird über einen 20-kWh-Speicher genutzt – mit beachtlichen Ergebnissen: Seit Juni 2025 wurden rund 12 MWh Strom produziert. „Die Ausbeute ist sehr zufriedenstellend“, berichtet Karl Martin Leicht. „Wir überlegen sogar, die Anlage noch zu erweitern, da wir eine Federreinigungsanlage betreiben, die einen hohen Energieverbrauch hat.“
Bei der Neueindeckung entschied man sich für das Ziegelmodell Actua 10 in Mattschwarz von wienerberger. Das Material überzeugte durch seine edle Optik, Langlebigkeit und die harmonische Integration mit dem Photovoltaiksystem X-Tile von Wienerberger. Gemeinsam mit den Fachleuten des Herstellers wurde die genaue Anordnung der PV-Elemente anhand von Flächengrafiken geplant. Die Anlage wurde auf der Süd- und Westseite des Dachs integriert und umfasst aktuell 34 kWp installierte Leistung. Der erzeugte Strom wird über einen 20-kWh-Speicher genutzt – mit beachtlichen Ergebnissen: Seit Juni 2025 wurden rund 12 MWh Strom produziert. „Die Ausbeute ist sehr zufriedenstellend“, berichtet Karl Martin Leicht. „Wir überlegen sogar, die Anlage noch zu erweitern, da wir eine Federreinigungsanlage betreiben, die einen hohen Energieverbrauch hat.“
Herausforderungen am Bau – von Statik bis Stadtverkehr
Vor Beginn der Dacheindeckung wurde der historische Dachstuhl statisch ertüchtigt. Einige der alten Sparren mussten verstärkt und vier bis fünf komplett ausgetauscht werden. Die Dachrinne wurde von einer außenliegenden in eine innenliegende Konstruktion umgebaut – so entkoppelt, dass künftig kein Wasserschaden durch Rückstau entstehen kann. Eine neue Unterspannbahn, sorgfältige Spenglerarbeiten und die saubere Ausführung der Kehlen komplettierten die Dachkonstruktion. Eine thermische Sanierung erfolgte bewusst nicht, da der Dachraum weiterhin als unbeheizter Dachboden genutzt wird. Die Integration der PV-Anlage stellte das Team vor zusätzliche Anforderungen. „Das war unsere erste dachintegrierte Anlage überhaupt“, sagt Steck. „Die Elemente mussten mit Bedacht platziert werden, um die Dachfläche optimal zu nutzen und die volle Leistung zu erzielen.“ Die Verkabelung hingegen erforderte nicht allzu viel Vorwissen: Die Kabel wurden von außen ins Dach geführt und dort an den Elektriker übergeben, der die Installation im Haus abschloss. Die Inbetriebnahme erfolgte schließlich in Zusammenarbeit mit Wevolt, dem professionellen Partner für Solarlösungen, der unterschiedliche Service-Pakete zur Inbetriebnahme anbietet.
Vor Beginn der Dacheindeckung wurde der historische Dachstuhl statisch ertüchtigt. Einige der alten Sparren mussten verstärkt und vier bis fünf komplett ausgetauscht werden. Die Dachrinne wurde von einer außenliegenden in eine innenliegende Konstruktion umgebaut – so entkoppelt, dass künftig kein Wasserschaden durch Rückstau entstehen kann. Eine neue Unterspannbahn, sorgfältige Spenglerarbeiten und die saubere Ausführung der Kehlen komplettierten die Dachkonstruktion. Eine thermische Sanierung erfolgte bewusst nicht, da der Dachraum weiterhin als unbeheizter Dachboden genutzt wird. Die Integration der PV-Anlage stellte das Team vor zusätzliche Anforderungen. „Das war unsere erste dachintegrierte Anlage überhaupt“, sagt Steck. „Die Elemente mussten mit Bedacht platziert werden, um die Dachfläche optimal zu nutzen und die volle Leistung zu erzielen.“ Die Verkabelung hingegen erforderte nicht allzu viel Vorwissen: Die Kabel wurden von außen ins Dach geführt und dort an den Elektriker übergeben, der die Installation im Haus abschloss. Die Inbetriebnahme erfolgte schließlich in Zusammenarbeit mit Wevolt, dem professionellen Partner für Solarlösungen, der unterschiedliche Service-Pakete zur Inbetriebnahme anbietet.
Logistische Meisterleistung in der Königsstraße
Die Baustelle lag mitten im Bamberger Zentrum – an einer prominenten, stark befahrenen Stelle mit nur schmalem Gehweg. „Wir mussten die Königstraße halbseitig sperren lassen und zügig arbeiten“, erzählt Steck. „Das war eine echte Herausforderung.“ Selbst der Baukran wurde zum Problem: Mit 16 cm zu viel Breite hat er keine Genehmigung bekommen. Stattdessen kam ein schräger Kran zum Einsatz, darüber hinaus mussten gleich drei Verkehrsleitpläne erstellt werden – mit zusätzlichen Kosten. Die Arbeiten begannen Anfang März 2025 und wurden Anfang Mai abgeschlossen. Am 23. Juni 2025 floss der erste Strom vom neuen Dach. „Das war ein besonderer Moment“, erinnert sich der Bauherr.
Die Baustelle lag mitten im Bamberger Zentrum – an einer prominenten, stark befahrenen Stelle mit nur schmalem Gehweg. „Wir mussten die Königstraße halbseitig sperren lassen und zügig arbeiten“, erzählt Steck. „Das war eine echte Herausforderung.“ Selbst der Baukran wurde zum Problem: Mit 16 cm zu viel Breite hat er keine Genehmigung bekommen. Stattdessen kam ein schräger Kran zum Einsatz, darüber hinaus mussten gleich drei Verkehrsleitpläne erstellt werden – mit zusätzlichen Kosten. Die Arbeiten begannen Anfang März 2025 und wurden Anfang Mai abgeschlossen. Am 23. Juni 2025 floss der erste Strom vom neuen Dach. „Das war ein besonderer Moment“, erinnert sich der Bauherr.
Ein Vorbild für die Zukunft
Die Kombination aus traditionellem Handwerk, moderner Technik und behutsamer Denkmalkompetenz zeigt, wie Energiewende und Kulturerhalt Hand in Hand gehen können. Auch der Dachdecker zeigt sich von der Installation positiv beeindruckt: „Wir würden jederzeit wieder eine PV-Anlage installieren“, sagt Steck. „Die Zusammenarbeit mit Wienerberger war hervorragend, und auch der Kontakt mit dem Denkmalamt hat gezeigt, dass man mit Dialog viel erreichen kann.“ Das Projekt in der Oberen Königstraße ist ein gutes Beispiel für die gelungene Verbindung von Nachhaltigkeit und historischem Erbe. Und auch im Handwerksbetrieb Steck hat es Spuren hinterlassen: „Wir bekommen immer mehr Anfragen zu ähnlichen Projekten“, berichtet der Dachdeckermeister. „Das zeigt, dass der Schritt in die Zukunft auch im Denkmalschutz angekommen ist.“ So eine Aufgabe lässt sich nur umsetzen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Zwischen Handwerkern und Bauherr stimmte die Chemie: „Die Zusammenarbeit war ausgesprochen freundschaftlich und konstruktiv. Ohne dieses Vertrauen wäre das Projekt in dieser Form nicht möglich gewesen“, führt Matthias Steck aus.
Die Kombination aus traditionellem Handwerk, moderner Technik und behutsamer Denkmalkompetenz zeigt, wie Energiewende und Kulturerhalt Hand in Hand gehen können. Auch der Dachdecker zeigt sich von der Installation positiv beeindruckt: „Wir würden jederzeit wieder eine PV-Anlage installieren“, sagt Steck. „Die Zusammenarbeit mit Wienerberger war hervorragend, und auch der Kontakt mit dem Denkmalamt hat gezeigt, dass man mit Dialog viel erreichen kann.“ Das Projekt in der Oberen Königstraße ist ein gutes Beispiel für die gelungene Verbindung von Nachhaltigkeit und historischem Erbe. Und auch im Handwerksbetrieb Steck hat es Spuren hinterlassen: „Wir bekommen immer mehr Anfragen zu ähnlichen Projekten“, berichtet der Dachdeckermeister. „Das zeigt, dass der Schritt in die Zukunft auch im Denkmalschutz angekommen ist.“ So eine Aufgabe lässt sich nur umsetzen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Zwischen Handwerkern und Bauherr stimmte die Chemie: „Die Zusammenarbeit war ausgesprochen freundschaftlich und konstruktiv. Ohne dieses Vertrauen wäre das Projekt in dieser Form nicht möglich gewesen“, führt Matthias Steck aus.
So wurde in Bamberg nicht nur ein Dach neu gedeckt – sondern ein Stück Energiegeschichte geschrieben.
Autoren: Matthias Drummer, Johannes Gruber, Andre Zipko; wienerberger GmbH