Knoche Architekten BDA / Roland Halbe

Der Donut-Effekt in deutschen Städten

Innenstadtentwicklung für zukunftsfähigen Lebensraum

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Knoche Architekten BDA / Roland Halbe

26.09.2019 | Unternehmensnachrichten

Wie bewahren wir unsere Innenstädte vor Verödung?

Viele unserer deutschen Städte gleichen Donuts: In den Randgebieten entstehen immer neue Einfamilienhaus- und Gewerbegebiete, während die Ortskerne häufig leerfallen. So entsteht gewissermaßen ein vitaler Ring mit einem Loch in der Mitte – wie bei einem Donut.

„Um günstige, große Baugebiete zu erschließen, war es in den letzten Jahren gängige Praxis, immer mehr die Stadtränder zu nutzen“, weiß Susanne Weichold aus dem Wienerberger Project Sales. „In manchen Regionen konnten beispielsweise auch große Einkaufzentren günstiger am Stadtrand ansiedeln als innerstädtisch. Bewohner und Infrastruktur hängen voneinander ab – und zogen nach und nach ab.“

Wie sich dieses Loch füllen lässt, damit setzen sich Planungsexperten und Politiker schon seit Jahren auseinander. Denn unter der Verödung der Innenstädte leidet nicht nur die soziale Funktion des Stadtzentrums als Identifikations- und Begegnungszentrum. Es entsteht auch ein Ungleichgewicht zwischen Leerstand und Bedarf.

Nutzbarer Wohnraum schafft innerstädtische Vitalität

Wie sehen also Lösungsansätze aus, dieser Entwicklung zu begegnen, die Ortskerne wieder zu revitalisieren? Welcher Handlungsbedarf stellt sich an die Akteure der Baubranche - auch und gerade für Baustoffproduzenten wie Wienerberger?

Tatsächlich lassen sich hier zwei aktuelle Bauaufgaben verknüpfen. Susanne Weichold berichtet: „Beispielsweise in Magdeburg wurde festgestellt: Der steigende Wohnraumbedarf könnte mit dem innerstädtischen Leerstand gedeckt werden – wenn dieser saniert und anhand der heutigen Ansprüchen wieder aufgewertet würde. So ließe sich einer Ausweitung des ‘Donuts‘ entgegenwirken.“  

Sanierung als baukultureller Beitrag 

Stilliegende Gebäude wieder bewohnbar machen – durch behutsame Sanierung mit adäquaten Materialien. „Dieser Aufgabe nehmen wir uns als Baustoffproduzent an“, so Susanne Weichold.

Tonbaustoffe eignen sich aus verschiedenen Gründen häufig für Sanierungs- und Verdichtungsprojekte. Gerade im innerstädtischen Bestand spielt das Thema Denkmalschutz eine große Rolle. Hier lässt sich gut mit Tonziegeln arbeiten, denn als gebrannter Baustoff bringen sie keine Feuchtigkeit in den Baukörper. Oft wurden die bestehenden Gebäude ohnehin in Ziegelbauweise errichtet – so dass kein Materialwechsel entsteht.

Susanne Weichold weist auf weitere praktische Vorteile hin. „Eine Aufstockung mit Ziegeldecken hat etwa den Vorteil, dass kein Platz für eine Kranstellung benötigt wird. Denn zum Beispiel in Innen- oder Hinterhöfen ist diese gar nicht immer möglich.“

Gelungenes Beispiel: Kontorhaus in Leipzig

Wie das Thema Innenstadtentwicklung schon realisiert und gelebt wird, zeigt ein gelungenes Beispiel aus Leipzig: ein denkmalgeschütztes Kontorhaus, das erfolgreich aufgestockt werden konnte – mit Ziegeldecken und hochwärmedämmenden verfüllten Ziegeln aus dem Haus Wienerberger.

Knoche Architekten BDA schufen hier mit einem zusätzlichen Geschoss für zwei Wohneinheiten eine gelungene Verbindung von Alt und Neu. So reagierten sie angemessen auf das dreigeschossige Nachbargebäude und machten aus dem früher nur zweigeschossigen Haus ein neues Pendant. Während in den Büros der unteren Etagen gearbeitet wird, bietet die neue Dachetage Wohnraum für zwei Familien – und trägt zur Revitalisierung der Innenstadt bei.

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