Klimablog Beitrag QNG

BEG-Förderung mit NH-Bonus durch QNG-Siegel?

Was das QNG-Siegel mit der BEG-Förderung zu tun hat und was es zu beachten gilt.

Die Bundesregierung will den CO2-Ausstoß von Gebäuden in Deutschland kontinuierlich senken. Ein wichtiges Instrument dazu ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Sie soll Anreize für Investitionen in mehr Energieeffizienz und Erneuerbare Energien schaffen, bestehende Hemmnisse beseitigen und die Sanierungsrate im Gebäudebereich steigern. Eine gute Idee, die zum Jahresbeginn 2022 allerdings für erhitzte Gemüter sorgte. Über den abrupten Stopp im Januar 2022 haben wir bereits hier berichtet.
 

Nachhaltiges Bauen soll gefördert werden

Das Nachhaltige Bauen, also der ganzheitliche Blick von Bauwerken aus ökonomischer, ökologischer wie soziokultureller Sicht, wird daher in der Neubauförderung eine deutlich stärkere Bedeutung bekommen und zur Fördervoraussetzung werden. Für die Förderung des nachhaltigen Bauens im Neubau hat die Bundesregierung Mitte 2021 einen neuen Qualitäts-Standard in die BEG eingeführt, die „Effizienzgebäude NH-Klasse“. Der erforderliche Nachweis für die Förderung erfolgt über die Vergabe des gebäudebezogenen Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG). Bis Ende 2022 werden im Neubau nur noch Gebäude mit NH-Klasse gefördert und ab Anfang 2023 soll die Neubauförderung durch ein neues Programm "Klimafreundliches Bauen" ersetzt werden, bei dem die Anforderungen aus dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) weiterentwickelt werden.
 

Staatliches Gütesiegel für Gebäude

Initiiert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), wird das staatliche Gütesiegel „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) zukünftig besonders nachhaltige Bauwerke kennzeichnen und die Qualität der Planungs- und Bauprozesse fördern. Die Zertifizierung gilt für private wie kommunale und institutionelle AkteurInnen und soll Vermarktungsaspekten ebenso dienen wie als Instrument zur Qualitätssicherung. Voraussetzung für die Vergabe des QNG ist die Durchführung einer Nachhaltigkeitsbewertung auf der Grundlage eines bei der Deutschen Akkreditierungsstelle registrierten Nachhaltigkeitsbewertungssysteme wie beispielsweise DGNB, NaWoh oder BNK sowie einer Reihe „besonderer Anforderungen“ wie etwa Treibhausgasemmissionen, nachhaltige Materialgewinnung oder auch Schadstoffvermeidung.
 

Die Umsetzung

Eine unabhängige Prüfung nach Baufertigstellung soll den Qualitätsstandard sichern und über die Möglichkeit der BEG-Förderung hinaus den BauherrInnen ein anerkanntes Siegel an die Hand geben, das den Wert des eigenen Bauwerks zusätzlich steigert. Die Kriterien und Bedingungen werden vom Bundesbauministerium festgelegt, das Zertifikat in dessen Auftrag durch unabhängige Stellen in den Anforderungsniveaus „PLUS“ oder „PREMIUM“ vergeben.

Weiterführende Infos zum nachhaltigen Bauen und das QNG-Siegel sind hier zusammengefasst.

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