Auf kurzem Wege die Umwelt schonen

Leichter „Transportrucksack“ von Tonbaustoffen

Zahlreiche Ziegelwerke in ganz Deutschland ermöglichen eine regionale Produktion und Verarbeitung von Tonbaustoffen: Unsere kurzen Transportwege sorgen für einen leichten „Transportrucksack“.

In die Ökobilanz von Baustoffen fließen häufig nur die Umwelteinwirkungen ein, die während des Rohstoffabbaus und der Produktion anfallen – die Betrachtung endet damit sozusagen am Werkstor des Herstellers. Dabei wird unter anderem der sogenannte „Transportrucksack“ vernachlässigt. Das sind die Umwelteinwirkungen, die beim Transport vom Hersteller zum Kunden entstehen. Dazu zählen Energie- und Ressourcenverbrauch oder Emissionen. Diese können einen Beitrag zur Erderwärmung von bis zu 20 Prozent leisten und sind damit ein wesentlicher Faktor für die Beurteilung der Klimafreundlichkeit eines Baustoffs.

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Den Transportrucksack berechnen

In den sogenannten „Transportrucksack“ eines Baustoffs zählen zum einen Umwelteinwirkungen durch den Transport, wie zum Beispiel Dieselverbrauch und Emissionen eines LKW – die wiederum hängen vom Beladegewichtung der Transportprozessauslastung ab. Zum anderen zählen auch die Herstellung, der Betrieb, die Wartung und die Entsorgung des LKW und sogar der Verschleiß und die Instandhaltung von Verkehrsinfrastruktur, wie Straßen oder Brücken als Faktoren für die Berechnung des „Transportrucksacks“.

Ein dichtes Netz von Ziegelwerken in Deutschland...

Wir haben gute Nachrichten: Tonbaustoffe sind ein Material der kurzen Wege! Dies ist zum einen darin begründet, dass die Produktionswerke der Mauerwerkshersteller in Deutschland in der Regel ganz in der Nähe von Rohstoffvorkommen liegen. Dadurch werden energie- und emissionsintensive Transporte des Rohstoffs ins Werk minimiert1. Zum anderen sind Ziegelwerke in einem dichten Netz über das ganze Land verteilt, sodass auch der Weg ab Werk so kurz wie möglich gehalten wird.

… sorgt für einen leichten „Transportrucksack“

Tonbaustoffe sind also ein regionales Produkt. Das sorgt für einen leichten „Transportrucksack“ und schont das Klima. Wie klein der „Transportrucksack“ von Tonbaustoffen ist, zeigt die durchschnittlich zurückgelegte Strecke – nur 121 km hat ein Ziegel im Schnitt zurückgelegt, bevor er die Baustelle erreicht2. Kurze Wege und der regionale Abbau sind also ausschlaggebend für die Größe des „Transportrucksacks“.

Im Vergleich zu Tonbaustoffen tragen andere Baustoffe einen schwereren „Transportrucksack“. Dies liegt zum einen an längeren Strecken zwischen Produktionsstätte und Baustelle, aber auch aufgrund des benötigten Imports aus dem Ausland. Durch den Import entstehen längere Transportwege als bei regionalen Baustoffen. Zudem liegt der Importüberschuss von zum Beispiel Nadelhölzern in Deutschland inzwischen bei etwa 1,4 Millionen Kubikmetern3, sodass die Ressource Holz stark beansprucht ist. Inzwischen wird sogar mehr geschlagen, als nachwachsen kann4. Zudem wird das im Holz gespeicherte CO2 bei der Abholzung freigesetzt, das zu einer zusätzlichen Beschleunigung der Klimaerwärmung beiträgt. Holz fungiert mit seiner hervorragenden Speicherungsmöglichkeit von CO2 als größter Klimaverbündeter – und ist damit schutzbedürftig. Die Nutzung unserer Tonbaustoffe schützt daher nicht nur das Klima, sondern auch diese wertvolle, bereits stark beanspruchte Ressource.

Mit ihrem leichten "Transportrucksack" schonen unsere Tonbaustoffe also das Klima!

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1 Nachhaltigkeit von Ein- und Zweifamilienhäusern aus Mauerwerk. Darmstadt 2016, Carl-Alexander Graubner, TU Darmstadt. Oder auch https://www.dr-krakow-labor.de/site/assets/files/1740/zi_2_krakow_teil_1_einleitung.pdf

2 Umweltproduktdeklaration nach ISO 14025 und EN 15804. Mauerziegel, Berlin 2015, Hrsg. Institut für Bauen und Umwelt e.V., https://epd-online.com/PublishedEpd/Detail/7330 ; Umweltproduktdeklaration nach ISO 14025 und EN 15804. Mauerziegel (Dämmstoff verfüllt), Berlin 2015, Hrsg. Institut für Bauen und Umwelt e.V., https://epd-online.com/PublishedEpd/Detail/7507

3 Holzmarktbericht 2018. Abschlussergebnis für die Forst- und Holzwirtschaft des Wirtschaftsjahres 2018, Bonn 2019, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/Holzmarktbericht2018.pdf?__blob=publicationFile&v=4

4 Betrachtungen zur Nachhaltigkeit der Holzbauweise im Wohnungsbau, Darmstadt 2017, Sebastian Pohl, LCEE Life Cycle Engineering Experts.

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© Wienerberger GmbH

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