Mit der Dachsanierung erhielt das historische Eckhaus eine erneuerte Dacheindeckung und eine instand gesetzte Dachkonstruktion. Gleichzeitig wurde eine Photovoltaikanlage integriert, die einen Teil der Stromversorgung des Gebäudes übernehmen kann.
Die mattschwarzen Dachziegel und die bündig integrierten Solarelemente fügen die Stromerzeugung in die historische Dachlandschaft ein. Für das Projekt erhielt Betten Friedrich den Klimaschutzpreis 2025 der Klima- und Energieagentur Bamberg.
Karl Martin Leicht, Bauherr und Inhaber von „Betten Friedrich“, zieht nach den ersten Betriebserfahrungen eine positive Bilanz: „Die Ausbeute ist sehr zufriedenstellend.“
Die Aussage unterstreicht den praktischen Nutzen der Anlage für den Gebäudeeigentümer. Nach seinen Angaben wurde deshalb auch eine mögliche Erweiterung in Betracht gezogen, insbesondere mit Blick auf den hohen Energiebedarf der im Betrieb eingesetzten Federreinigungsanlage.
Das Projekt verdeutlicht, dass die Integration erneuerbarer Energien in historische Gebäude eine sorgfältige Auseinandersetzung mit der vorhandenen Bausubstanz erfordert. Die Entscheidung für ein geeignetes System ist dabei nur ein Teil der Aufgabe. Ebenso wichtig sind die Abstimmung mit der Denkmalpflege, die konstruktive Vorbereitung und die fachgerechte Ausführung.
Für vergleichbare Projekte lassen sich daraus mehrere Erkenntnisse ableiten. Eine frühzeitige Abstimmung der gestalterischen Anforderungen erleichtert die System- und Materialwahl. Die gemeinsame Planung von Dacheindeckung und Solarelementen ermöglicht eine auf das Gebäude abgestimmte Lösung. Zugleich müssen vorhandene Dachkonstruktionen und die besonderen Bedingungen des Bauortes berücksichtigt werden.
Das historische Eckhaus in Bamberg zeigt damit einen Weg, wie historische Bausubstanz erhalten und zugleich für neue Anforderungen der Energieversorgung weiterentwickelt werden kann.