Im Zentrum des Branitzer Parks in Cottbus steht Schloss Branitz, das ehemalige Herrenhaus der Familie von Pückler. Das spätbarocke Schloss wurde ab 1846 von Fürst Hermann von Pückler-Muskau umfassend umgestaltet und bildet bis heute den architektonischen Mittelpunkt seiner weitläufigen Parklandschaft. Die dreizehnachsige, verputzte Dreiflügelanlage mit ihrem gewalmten Mansarddach ist von zahlreichen Standorten im Park sichtbar. Ihre Dachlandschaft prägt damit nicht nur das Erscheinungsbild des Schlosses, sondern auch die gestalterische Wirkung des gesamten Ensembles.
Als Museum bewahrt Schloss Branitz die historischen Wohnräume der Familie von Pückler und beherbergt unter anderem eine Gemäldesammlung des Landschaftsmalers Carl Blechen. Um dieses bedeutende Kulturdenkmal langfristig zu erhalten, wurde 2021 eine umfassende Dachsanierung durchgeführt. Dabei trafen unterschiedliche Anforderungen aufeinander: Die historische Dachkonstruktion sollte weitgehend erhalten bleiben, erhebliche Schadstoffbelastungen mussten reduziert und die Dacheindeckung nach historischem Vorbild erneuert werden. Zugleich waren die Arbeiten unter laufendem Museumsbetrieb und innerhalb der denkmalgeschützten Parkanlage auszuführen.