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- Ziegel-Wärmebrücken-Katalog
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Die infolge von Wärmebrücken zusätzlich auftretenden Transmissionswärmeverluste werden als zusätzlicher Wärmedurchgangskoeffizient delta UWB (W/m²K) entweder durch einen pauschalen Zuschlag berücksichtigt oder durch den längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten Psie(W/mK) genau abgebildet.
Berücksichtigung des Transmissionsverlustes über Wärmebrücken:
1. Genaue Berücksichtigung der Wärmebrücken mit
delta UWB = (Summe (l x Psi)) / A [W/m²K]
mit
Psi = Wärmebrückenverlustkoeffizient [W/mK]
l = Länge der Wärmebrücke [m]
A = wärmetauschende Hüllfläche des Gebäudes [m²]
2. Pauschaler Ansatz der Wärmebrücken mit
delta UWB = 0,05 [W/m²K]
3. Pauschaler Ansatz der Wärmebrücken mit
delta UWB = 0,10 [W/m²K]
Hinweis: Der pauschale Ansatz mit delta UWB = 0,10 [W/m²K] führt unweigerlich zu sehr hohen Transmissionswärmeverlusten. Dieser Malus müsste ggf. durch extreme Erhöhung der Bauteildämmung ausgeglichen werden. Aus diesem Grund sollte dieser Ansatz bei Nachweisen nach EnEV 2009 nicht mehr angewendet werden.
Für die üblichen Bauteilanschlüsse mit dem POROTON-Ziegelsystem liegen in umfangreicher Form bereits berechnete Wärmebrückendetails vor. Im Ziegel-Wärmebrücken-Katalog, Version 3.1 sind derzeit über 120 Bauteilanschlüsse in über 1100 Varianten enthalten. Neben der Angabe des längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten Psie für den Einzelnachweis der Wärmebrücken je Detailausbildung, kann ebenfalls die Gleichwertigkeit des Bauteilanschlusses zu DIN V 4108 Beiblatt 2:2006-03 entnommen werden.
Wärmebrücken im Fokus der EnEV 2009
Der Einzelnachweis der Wärmebrücken sollte seit 2009 zum Standard in der Planung gehören. Allein der vermeintlich hohe Rechenaufwand für den genauen Nachweis hindert den Planer bisher oftmals daran, die Vorteile des Einzelnachweises zu nutzen – stattdessen wird auf die Pauschalwerte nach EnEV zurückgegriffen.
Gut gedämmte Bauteilanschlüsse im Mauerwerksbau halten die Vorgaben der DIN V 4108 Beiblatt 2 nicht nur ein, sondern stellen in der Regel eine höhere energetische Qualität dar, als rechnerisch angesetzt wird.
Darüber hinaus können im Mauerwerksbau mit einer guten Detailausbildung und einer durchdachten Planung ohne Mehrkosten in der Ausführung erhebliche Einsparpotenziale bei den Transmissionswärmeverlusten aktiviert werden. Unser Beispiel in der Broschüre "Energieeffizientes Planen und Bauen" auf Seite 9 soll den Sachverhalt verdeutlichen.