14. Wienerberger Mauerwerkstage 2003 mit großer Resonanz
Einsparpotenziale erkennen und richtig nutzen
Für ein ausgewogenes Verhältnis von baulichen und anlagentechnischen Maßnahmen plädierte Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hausladen, TU München (alternierend: Dipl.-Ing. Runa Hellwig, TU München). Anhand von Praxisbeispielen wurde gezeigt, dass bei guter Planung mit der heute üblichen Anlagen- und Heiztechnik hohe Einsparpotenziale beim Primärenergiebedarf erzielt werden können. Als optimale Ergänzung stellten Hausladen/Hellwig die massive Bauweise heraus, die u.a. Vorteile beim sommerlichen Wärmeschutz gegenüber leichten Konstruktionen geltend machen kann.
Gerade beim Kostenvergleich gehören einschalige Ziegelwände zu den Preiswertesten, wie aktuelle Forschungsprojekte wieder bestätigten. Am Beispiel einer Passivhausgruppe in monolithischer Bauweise stellte Prof. Architekt Dipl.-Ing. Georg Sahner, freier Architekt BDA und Stadtplaner, Augsburg/Stuttgart, Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit verschiedener Haussysteme vor. Dabei wies er u.a. nach, daß beim Bau von Ziegelhäusern nach EnEV-Standard gegenüber dem früheren Wärmedämmstandard keine Mehrkosten entstehen. Sein Fazit: Gefragt sind heute kostengünstige Immobilien, die flexibel und erweiterbar sind. Voraussetzung dafür sind vor allem kompakte Gebäudeformen und massive, winddichte und wirtschaftliche Konstruktionen sowie innovative und ökologische Produkte, die einen niedrigen Primärenergiebedarf sichern.
Wärmebrücken minimieren
Mit der ständigen Verbesserung des wärmetechnischen Standards von Gebäuden haben Wärmebrücken und die dadurch hervorgerufenen Probleme zunehmende Bedeutung erlangt, betonte Prof. Dipl.-Ing. Thomas Ackermann, FH Bielefeld (alternierend: Dr.-Ing. Frank Otto, Ing.-Büro Prof. Hauser, Baunatal). Wärmebrücken führen nicht nur zu Energieverlusten sondern bewirken auch verminderte Oberflächentemperaturen auf Bauteilinnenseiten. Diese können dann zur Bildung von Schimmelpilzen führen. Zu den häufigsten Problemstellen zählten Ackermann/Otto Trennwände zwischen Reihenhäusern sowie fehlerhafte Wärmedämmung und Dampfsperren. Damit Schimmelpilze gar nicht erst entstehen können, ist eine fachgerechte und sorgfältige Bauausführung unabdingbar. Voraussetzung ist die detaillierte Planung von Anschlüssen und Übergängen. Hier haben sich monolithische Standardkonstruktionen bewährt, mit denen man problemlos massiv bauen und Wärmebrücken auf ein Minimum reduzieren kann. Als zusätzliche Erleichterung für Planer empfahlen Ackermann/Otto attraktive Arbeitshilfen wie beispielsweise die Planungs-CD-Rom von Wienerberger, die u.a. einen Katalog mit Wärmebrückendetails und ein Programm zum Wärmebrückennachweis enthält.
Juristisch betrachtet
Seit dem in Kraft treten der ENEV ist eine Planung dann mangelfrei, wenn die Anforderungen der Verordnung bereits bei der Grundlagenermittlung und in allen nachfolgenden Planungsphasen eingehalten werden, betonte Dr. Heinrich Merl, ein Experte auf dem Gebiet des Baurechts. Kompetent und allgemein verständlich erläuterte der Vorsitzende Richter am Oberlandesgericht München weiter, wie sich das Gesetz zur Modernisierung des Schuldrechts auf Bauverträge auswirkt. Dabei wies er besonders auf Stolperfallen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen hin.
Im Anschluss an die einzelnen Referate nahmen die Teilnehmer intensiv die Möglichkeit wahr, Einzelfragen vertiefend zu diskutieren. Zusammenfassend reflektierte Clemens Kuhlemann: Wer sich die Details der neuen Verordnung anschaut und mit den Forderungen der bisher gültigen Wärmeschutzverordnung vergleicht, wird ganz leicht feststellen: Die guten Eigenschaften von Baustoffen wie Poroton garantieren auch in Zukunft, die Gebäudehülle nach den Forderungen der EnEV zu bauen – hoch wärmedämmend, winddicht und wirtschaftlich. Die erforderliche effektive Anlagen- und Heiztechnik inklusive moderner Schornsteintechnik, zum Beispiel Kamtec Kaminsysteme von Wienerberger, steht seit Jahren in bewährter Weise zur Verfügung.
Weitere Informationen zum umfangreichen Produktprogramm von Wienerberger "Poroton Ziegelsysteme", "Terca Verblender" und "Kamtec Kaminsysteme" können kostenlos angefordert werden: Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, Oldenburger Alle 26, 30659 Hannover, Fax: 0511/610 70 390, info@wzi.de oder im Internet unter www.wienerberger.de.